Farbe der Fische

      Dr. Norbert Menauer, Würzburg

               

 

 

                Fische haben drei Sorten von Farben:

 

                                 Strukturfarben,                                                                                                  Pigmentfarben                                                    

 

und  Farbzellen die mit dem Farbfutter aufgenommenen                  .           Farbstoff einlagern und speichern können.

 

 

 

 

 

                                                                                                                                    Mikrogeophagus ramirezi

                        Strukturfarben:

Das sind Zellen mit besonderen Zellstrukturen, an denen ein Teil des auffallenden Lichtes zurückgeworfenwird. Dadurch erscheinen die

Zellen in einer bestimmten Farbe, je nachdem welches Licht (Wellenlänge ) zurückgeworfen wird und unser Auge trifft. Das betrifft vorwiegend die blauen Farbe. Beispiel: Wenn man einen schönen metallisch blauen Diskus mit Blitzlicht fotografiert, erscheint das Zentrum schmutzig schwarz,besonders wenn der Blitz auf der Kamera montiert ist. Das wäre nicht der Fall, wenn die blaue Farbe durch eingelagerte Farbstoffe entstehen würde. Da dieseStrukturen erst im Laufe der Entwicklung entstehen, fehlt die blaue Farbe im Larvenstadium.

 

Ferner ist die Farbintensität auch vom Winkel abhängig, in dem das Licht auf die Zellstrukturen auftrifft.

 

Ein Beispiel: Eine CD erscheint in allen Regenbogenfarben, je nachdem wie ich das Licht auf die beschriebene Schicht auffallen lasse.

Hier kann ich natürlich mit Farbfutter keineFarbverbesserung erreichen.

                          Pigmentfarben

Dazu gehört Melanin, das bei uns Meschen die Sonnenbräune erzeugt. Es wird im Körper unabhangig von der Nahrung gebildet. Je nach der in der Zelle vorhandenen Menge erzeugt es die Farben Schwarz bis Braun, Rotbraun bis Rot oder Blond. Viele Zellen sind auch in der Lage, einen Teil des Melanin zu verbergen, so dass sie dadurch die Farbe steuern können. Eine weitere Farbe ist das silbrige Glänzen viele Fische, das duch eingelagerte Guaninkristalle entsteht, die das gesamte auftreffende Licht reflektieren. Auch hier hat Futter keinen Einfluß auf die Farbintensität.

                          Anatomi Zellen

 die den mit dem Futter aufgenommenen Farbstoff speichern: Sie speichern Carotinoide (Astaxantine). Das ist der rote  Farbstoff,      der in vielen Pflanzen gebildet wird ( Karotten, Tomaten, Paprika u.s.w.), aber nicht von Tieren. Auch der Mensch   nimmt ihn auf. Carotinoide sind auch nötig zur Bildung von Vitamin A.  Die Federn der Flamingos werden rot durch die mit den Futtertieren aufgenommenen Carotinoide.

Sie werden von Algen gebildet, die wiederum von kleinen Krebsen und Garnelen gefressen werden und diese dann von Fischen.

Carotinoide muß also mit dem Futter zugefüttert werden. Im Krill und in Artemia ist es in völlig ausreichender Menge enthalten. Inzwischen wird es auch praktisch jedem Trockenfutter beigemischt. Ein Zuviel davon kann allerdings auch schädlich sein.

Eine Vermehrung der Speicherzellen durch Farbstoff Futter bereits für die Larven ist sicher nicht möglich. Wenn sich die Inten-        sität der roten Färbung von ausgewachsenen Fischen durch Farbfutter nicht mehr steigern läßt, sind sie krank oder die Speicher-   kapazität ist ausgereizt oder sie besitzen keine Speicherzellen für Carotinoide.

 

 

Farbe